Tag 20 – Vancouver

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Vancouver

17. Oktober

Um 4.00 Uhr war die Nacht in Toronto vorbei und wir fuhren zum Flughafen zurück. Problemlos konnten wir den Mietwagen abgeben und es ging weiter zur Gepäckaufgabe. Nachdem nur für einen von uns eine Sitzplatzreservierung im Flugzeug möglich war und der andere Sitzplatz am Gate zugewiesen werden sollte (mit der Gefahr gar nicht mitgenommen zu werden), wurde festgestellt, dass die Koffer zu schwer waren. Wir hatten sie zwar gewogen, aber die Waage am Flughafen sagte etwas anderes. Also hieß es für uns umpacken. Nachdem das geschafft war und wir das Gewicht besser verteilt hatten ging es auf direktem Weg in die Sicherheitskontrolle. Hier durften wir gefühlte Stunden diverse Gepäckstücke mit Technik immer wieder durch das Röntgengerät schicken, immer wieder Geräte einzeln auspacken und erklären, was das alles ist. Bei mehreren Kameras, Drohne, Laptop, Festplatte, Akkus usw. war das eine Freude für uns, das Personal und am meisten wohl für alle anderen die hinter uns in der Schlange standen.

 

Durch die Verzögerungen kamen wir dann auch genau zum Boarding am Gate an und konnten direkt ins Flugzeug. Nach 5 Stunden mit nur leichten Turbulenzen landeten wir pünktlich in Vancouver. Hier haben wir noch 3 Stunden mehr Zeitverschiebung, also jetzt insgesamt 9 Stunden hinter der Zeit zu Hause. Unser erster Gang führte uns dann wieder zur Mietwagen Station. Nach der Limousine beim letzten Stopp war hier "leider" nur ein Minivan zur Verfügung, ein Kia Sedona. Mit elektrischen Schiebetüren und sieben Sitzen war er perfekt für unser Gepäck geeignet. Aber auch hinsichtlich der Motorisierung noch mal eine andere Hausnummer: V6, 3,3l Hubraum und 276 PS sind hier in einer Familienkutsche untergebracht und man fragt sich wirklich, warum Amerikaner und Kandier solche extremen Unterschiede zu unseren Autos zu Hause haben. Dementsprechend liegt hier auch der Verbrauch bei rund 10-12l auf 100km, aber bei den günstigen Spritzreisen stört das nicht.

 

Mit dem Van ging es dann direkt zum Airbnb nach North Vancouver. Auf der ruhigeren Seite des Vancouver Harbour gelegen, ist es ein guter Gegenpol zum hektischen Downtown. Die Unterkunft war eine kleine Einliegerwohnung im Souterrain eines Einfamilienhauses bei Nicole, James und ihren 3 Kindern. Super Küche, separates Schlafzimmer und eine große Dusche sorgten dafür, dass man sich direkt wohl fühlt.

 

Wir verstauten nur schnell unser Gepäck und es ging direkt weiter für uns. Nachdem nur Regen angesagt war, wurden wir in Vancouver von Sonnenschein und blauen Himmel überrascht und deswegen wollten wir die Zeit nutzen. Dank eines Tipps entschlossen wir uns nach Whistler zu starten. Ein kleiner Ort in den Bergen, bekannt für seine Skistrecken, die Bobbahn und diverse Seilbahnen. Auf dem Highway 99, dem Sea-to-Sky Highway ging es viele Kilometer direkt an der Küste mit fantastischer Aussicht in Richtung Norden. Vorbei an kleinen Buchten wurden die Berge immer höher und die ersten waren Schnee bedeckt. Auch Gletscher konnte man erkennen. In Whistler angekommen, mussten wir leider feststellen, dass alle Bergbahnen seit einer Woche geschlossen waren und erst wieder im November zur Skisaison öffnen, da sie jetzt gewartet werden. Trotzdem konnten wir einen Blick auf die Bobbahn werfen auf der gerade einige Rennschlittenfahrer unterwegs waren und trainierten.

Von Whistler ging es weiter zu den Alexander Falls. ein 43m hoher Wasserfall, den wir quasi für uns alleine hatten, da er ein wenig abseits der Hauptstraße liegt. Anschließend ging es zur Bungee Bridge bei Whistler, von der man bei gutem Wetter in die Tiefe springen kann und dann zum Brandywine Wasserfall. Dieser ist mit 66m noch etwas höher und das Wasser stürzt beeindruckend in die Tiefe.

Da es dann langsam dunkel wurde, machten wir uns dann auf zurück zur Unterkunft.