Los Angeles / Venice Beach
02. November
Los Angeles soll die Stadt der Engel sein, wenn dann aber vermutlich eher der gefallenen. Bereits im Vorfeld wurde uns immer wieder gesagt und man konnte es auch häufiger lesen, Los Angeles ist nicht unbedingt schön. Mit dieser Vorstellung kamen wir auch dort an und haben uns so die Enttäuschung erspart. Nach ein paar weiteren Stunden Fahrt, teilweise auch wieder an der Küste, kamen wir an unserem Airbnb in der Melrose Avenue an. Der erste Eindruck der Gegend war durchwachsen, aber nach einer Weile hatte man sich daran gewöhnt und nachdem man andere Ecken der Stadt gesehen hat, gefiel es einen sogar ganz gut dort. Das Zimmer war völlig ausreichend und lag relativ zentral, nur 2 Blocks von den Paramount Studios und eine Meile vom Hollywood Boulevard entfernt.
Unser erster Weg führte uns zum bekannten Venice Beach. Wir parkten unser Auto und liefen vor zum Strand und dort bis zum Santa Monica Pier. Ein Pier mit ein paar Fahrgeschäften und einem Riesenrad. Der Steg stellt auch gleichzeitig das Ende der berühmten Route 66 dar und ist ein beliebtes Ausflugsziel. Es tat gut ein wenig am Meer spazieren zu gehen, nachdem man die letzten Tage viel im Auto gesessen hat. Baden waren wir nicht, dafür war es etwas frisch, aber die Füße konnte man schon mal ins Wasser halten.
Der Strand selbst ist an sich ganz schön, sauber und relativ breit, die meisten Leute dort übrigens auch. Seit dem in Kalifornien Marijuana legalisiert wurde (direkt mit der Wahl Trumps, anders ist das wohl nicht zu ertragen) ist es so normal wie Zigaretten rauchen und während man Alkohol immer noch in Papiertüten verstecken muss, kann man ganz offen Kiffen.
Auch am Venice Beach gilt, nach Einbruch der Dunkelheit sollte man dort verschwunden sein. Neben den Sportlern am bekannten Muscle Beach an dem man unter den Augen zahlreicher Zuschauer trainieren kann, gibt es hier eine große Menge homeless die in Zelten am Strand leben, selbstgebastelte Kunst verkaufen oder versuchen Musik zu machen. Eine spannende Mischung aus den verschiedensten Ethnien und Altersgruppen ist hier unterwegs, aber die Einschätzung stimmt, wird es dunkel, sollte man verschwinden. Auch die Geschäfte dort sind spannend, vom Surfshop, über den Marijuanaladen bis hin zum Tattoostudio ist alles dabei.
Wir blieben bis kurz nach Sonnenuntergang und der war wirklich toll. Die vielen Palmen und der Sand wurden in ein tolles orangenes Licht getaucht und die aus Baywatch bekannten Rettungsschwimmer Häuschen wurden gut in Szene gesetzt. Danach ging es zum Auto und zurück zur Unterkunft.