Toronto
12. Oktober
Toronto, eine beeindruckende Stadt, über und unter der Erde. Die gesamte Stadt ist mit einem 30km langen Tunnelnetzwerk miteinander verbunden. U-Bahnen, Hotels, Einkaufszentren und Bürogebäude. Im Winter kann es hier schnell kälter als -20°C werden und das komplette Leben verlagert sich unter die Erde. Das weit verzweigte Netz ist dann der Mittelpunkt des Alltags und wir hatten kurz die Möglichkeit einen Blick hineinzuwerfen. Es ist wie eine riesige Shoppingmall, nur unterirdisch.
Aber bevor wir in die Unterwelt gingen, ging es für uns alle hoch hinaus auf den CN-Tower. In 342m Höhe liegt die Aussichtsplattform auf dem insgesamt 553m hohem Fernsehturm und trotz des wolkenverhangenen Himmels hatten wir eine fantastische Sicht über die Stadt und auf den Ontariosee. Im Boden sind Glasböden eingelassen und man kann quasi über die Stadt hinweglaufen. Neben dem verglasten Teil gibt es auch einen offenen, bei dem man durch die Gittern über die Stadt sehen kann und sich ganz nebenbei durch den Wind eine neue Frisur verpassen lässt.
Nach dem CN Tower ging es auf eine kleine Stadtrundfahrt, vorbei an den wichtigsten Sehenswürdigkeiten Torontos, wie dem neuen und alten Rathaus oder dem Sitz der Bezirksregierung. Anschließend fuhren wir in das alte Destillen Viertel, hier wurden die alten Schnapsbrennereien zu Künstleratelier, Geschäften, Restaurants und Bars umgebaut. Einige beschäftigen sich auch heute noch mit der Herstellung von Hochprozentigen oder auch selbstgebrauten Bier. Die alten Backsteingebäude geben dem Viertel einen ganz eigenes Flair und viele kleine Details machen es zu einem beliebten Ort auch im Nachtleben.
Dann hieß es Abschied nehmen, gemeinsam mit der Terramania Reisegruppe und US-Reiseführer Richard (der bärtige Mann mit der Blume) fuhren wir zum Flughafen. Dort stiegen sie in den Flieger zurück nach Frankfurt und für uns startet die nächste große Etappe unserer Reise, dieses mal ganz individuell und nur zu zweit. Der erste Weg führte uns zum Mietwagenschalter und gleich darauf zurück in die Stadt ein paar Kilometer weiter östlich vom Destillenviertel in unsere Unterkunft, wo wir uns einrichteten, dazu dann im Artikel zum nächsten Tag ein bisschen mehr, natürlich auch mit Fotos.