Antelope Canyon und Monument Valley
09. November
Am Vormittag hieß es Bilder importieren, sortieren, bearbeiten und sichern. Der Grand Canyon und der horse shoe Bend hatten viele Motive geboten, die erst einmal gesichtet werden musste. Und die nächste große Fotoflut stand uns auch schon wieder bevor: der Antelope Canyon. Bereits in den 90ern Entdeckt und auf dem Cover der National Geographic veröffentlicht, sind der Lower und der Upper Antelope Canyon erst in den letzten Jahren immer bekannter geworden. Berühmt sind sie für ihre glatten Steinwände, die in der Sonne in den verschiedensten Farben leuchten.
Der Upper Antelope Canyon ist der bekanntere der beiden und mittlerweile haben hier die Indianer, die das Gebiet verwalten, erkannt wie sie den Leuten das Geld aus der Tasche ziehen können. Der Eintritt kostet fast 50$ pro Person und das ist nur die normale Tour, möchte man in Ruhe mit Stativ fotografieren, ist man mit 150$ dabei. Deshalb viel die Wahl nicht allzu schwer und wir entschieden uns für den Lower Antelope Canyon. Hier gibt es zwar nicht die berühmten Lichtstrahlen im Staub, aber das ist wohl der einzige Nachteil. Wir buchten eine Fototour und hätten es wohl bereut, wenn wir sie nicht genommen hätten. Für nicht mal 50$ pro Person bekamen wir in einer Gruppe zu viert einen Guide zugewiesen. Sie sorgte dafür, dass wir an den besten Stellen Zeit hatten zu fotografieren und scheuchte alle anderen Gruppen beiseite. Wir durften auch ein Stativ mitbringen und das war auch nötig, denn um alle Farben einzufangen benötigt man viele verschiedene Belichtungen. Dank der guten Arbeit unserer Führerin konnten wir einen menschenleeren Canyon fotografieren.
Dabei hatten wir 2 Stunden Zeit, während die anderen Gruppen in 20-30 Minuten durch den Canyon gehetzt wurden. Von außen wirkt der Canyon vollkommen unscheinbar und ist an der Erdoberfläche nicht viel mehr als ein schmaler maximal 3m breiter Riss, der sich etwa 1km durch den Boden zieht. Geht man an einen der Enden jedoch die etwa 10m hinab, gelangt man in eine andere Welt. Von Wasser glattgeschmirgelter Stein bildete die schönsten Formen, zum Beispiel einen Löwenkopf oder andere mit viel Phantasie zu erkennende Tiere. Aber immer sind sie fantastisch geschwungen und alle paar Meter entdeckt man eine neue Form.
Neben der tollem Formen ist auch die Farbe beeindruckend, in der Sonnenstrahlen die Steine mal Blutrot, mal orange, aber auch blau und violett. Nach 2 Stunden und Hunderten Bildern später hatten wir die etwa einen Kilometer lange Strecke im Canyon abgelaufen und krabbelten wieder an die Oberfläche. Völlig begeistert davon, was die Natur alles geschaffen hat und glücklich, die richtige Tour gewählt zu haben.
Nächstes Ziel auf unserer Liste war das Monument Valley. Mit seinem Monolithen ähnlichen Felsen war es schon Kulisse für Dutzende Western und Indianer Filme. Kurz vor Sonnenuntergang kamen wir dort an und stellten fest, dass wir hier erneut Gebühren für das Betreten des Indianer Reservats hätten bezahlen müssen, außerdem hatten wir auch noch keine Unterkunft gebucht. Wir hielten kurz vor der Zufahrt an und nutzen die Vorteile einer Drohne. Von unserem Standpunkt aus konnten wir ohne Probleme bis zu den berühmten Felsen fliegen und bekamen die Bilder, dir wir brauchten.
Da die Sonne hier im November bereits um kurz nach 5 untergeht hatten wir noch einige Stunden Zeit und beschlossen weiter zu unserem nächsten Ziel zu fahren, zum Arches Nationalpark. Dadurch haben wir eine Puffer Übernachtung gewonnen, kamen aber leider erst spät an und alle Zeltplätze waren (wenn sie nicht eh schon komplett geschlossen waren) nicht mehr besetzt, also mussten wir für diese Nacht noch ein Motel im kleinen Örtchen Moab nehmen.