Tag 46 – Bryce Canyon und Zion Nationalpark

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Bryce Canyon und Zion Nationalpark

12. November

Nach der langen Etappe am Vorabend haben wir heute mal ein wenig ausgeschlafen bevor es an die Erkundung von zwei der zahlreichen National und State Parks in der Umgebung von Panguitch geht. Der erste Weg führt uns in Richtung des Bryce Canyon Nationalparks. Bevor wir dort ankommen fahren wir noch durch den Red Canyon. Die Felsen sind nicht ganz so intensiv rot, wie bei dem nahen Verwandten mit dem ähnlichen Namen bei Las Vegas, aber trotzdem schön und er bildet sogar zwei Tunnel, durch die wir durchfahren können.

Der Bryce Canyon Nationalpark ist wiederum völlig anders, verglichen mit denen, die wir bereits gesehen haben. Natürlich sind es wieder ein Canyon mit den typischen Felsen, aber diese unterscheiden sich in Form und Farbe von den bisherigen. Hier ist der Stein eher gelblich und viele Bäume bieten mit ihrem grün einen tollen Kontrast. Die Felsen sind hier sehr filigran, schon fast wie in einer Tropfsteinhöhle und nicht so massiv, wie am Grand Canyon oder im Canyonlands Nationalpark.

Nach kurzer Fahrt im Nationalpark selbst erreichen wir den ersten von vielen Aussichtspunkten: das Amphitheater. Dieser Name passt wirklich, denn auf der Felsspitze, die ein Stück in den Canyon hinein ragt, hat man das Gefühl als Stünde man auf einer Bühne in Mitten eines Amphitheaters, denn die Felsen spannen einen Bogen um den Canyon auf, der aussieht wie ein Rang im Theater, sogar mit "VIP-Logen".

Wir fahren weiter zu einigen anderen Punkten von denen man einen tollen Blick über die vielen Felsformationen hat. Es gibt noch ein Felsentor zu bestaunen und man hat auch eine fantastische Fernsicht. Am besten beschreiben lässt es sich wahrscheinlich wirklich mit dem Bild einer Tropfsteinhöhle, der man die Decke abgenommen hat. 

Bryce Canyon sollte jedoch nicht unsere letzte Station an diesem Tag sein. Als nächstes stand der Zion Nationalpark auf dem Programm. Die Farbe der Felsen bleibt die selbe, aber die Form ändert sich wieder. Immer noch zerklüftet, aber wieder massiver. Hier fährt man auch wieder mitten hindurch und sieht die steilen Wände der Schluchten von unten.

Immer wieder halten wir an und machen Fotos und genießen die Landschaft. Wir parkten unser Auto und traten zu Fuß den Weg zu einem Aussichtspunkt an, dem Canyon Oberlook. Es ist mehr oder weniger der kleine Bruder des Angel’s Landing Trails, welcher über schmale, nur mit Ketten gesicherte Felspfade führt, mit oft nur wenigen Zentimetern Platz bevor es an seinem Rand in den Abgrund geht. Hier geht es etwas gemächlicher zu. Aber trotzdem bietet er immer wieder Stellen mit ein wenig Nervenkitzel und ist für Leute mit Höhenangst wohl nicht geeignet. Aber der Weg lohnt sich, denn am Ende hat man eine grandiose Sicht über eines der Täler im Zion Nationalpark, in dem sich eine Serpentinenstraßen entlang schlängelt und auch hier hat man, wie schon im Bryce, endlich ein bisschen mehr Vegetation als ein paar Sträucher. 

Als wir wieder zurückgeklettert sind gehts mit dem Auto weiter durch einen Tunnel und anschließend die Serpentinen hinab, die wir vorher von oben gesehen haben. An einem Fluss machen wir den nächsten Halt und machen noch ein paar Bilder bevor die Sonne endgültig unter geht. Eigentlich wollten wir noch eine Nacht hier verbringen, da aber sonst die nächste Etappe etwa 650km lang geworden wäre, beschlossen wir noch an diesem Abend weiter bis Las Vegas zu fahren um damit die Distanz zu halbieren, denn die Nacht in Vegas kostet genau so viel wie eine Nacht auf dem Campingplatz am Nationalpark.

In Vegas haben wir dieses mal im Westgate übernachtet. Nicht ganz am Strip gegen aber trotzdem ein traditionelles Haus in der Stadt der Laster. Die Fahrt durch Vegas dauerte dabei fast so lange, wie die Fahrt dorthin, da an diesem Abend ein Marathon quer durch die Stadt führte. Leider haben wir das zu spät mitbekommen und sind von der falschen Seite in die Stadt hineingefahren. Nach etwa anderthalb Stunden Verkehrschaos, Umleitungen und Staus kamen wir dann auch irgendwann im Hotel an und vielen nur noch ins Bett.