Tag 48,49,50 und 51 – Yosemite Nationalpark

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Yosemite Nationalpark

14., 15., 16. und 17. November

Heute fassen wir mal wieder mehrere Tage in einem Artikel zusammen, da wir durch das Wetter nicht so viel machen konnten.

Ein Blick auf google Maps und die Nationalparkseite bestätigen unsere Befürchtung. Alle Routen, die von der Ost- zur Westseite des Yosemite Nationalparks führen, sind wegen Schnee und Eis gesperrt. Das heißt dann wohl, wir müssen umplanen. Normalerweise wollten wir an der Ostseite den Park erkunden, doch nun nutzen wir den Tag notgedrungen und fahren um den Yosemite Park herum (520 km Umweg) und gelangen erst gegen Abend unser nächstes Ziel: Oakhurst. Dieser kleine Ort liegt nur 25km vom Eingang des Nationalparks entfernt und bietet damit also optimale Bedingungen für eine Erkundungstour.

Wir haben uns für einen Campingplatz direkt am Fluss entschieden und uns gefällt es hier so gut, dass wir beschließen die nächsten Nächte bis zu unserer Weiterfahrt nach San Francisco hier zu verbringen, damit wir genug Zeit haben den Nationalpark zu erfahren. Das war eine gute Entscheidung, denn das Wetter macht uns einen Strich durch die Rechnung. 

Als wir am nächsten Morgen starten, hat sich der Himmel bereits zugezogen und dichter Nebel hängt in den Bäumen. Im Park sieht es leider nicht viel besser aus, wir haben zwar Glück und können einen kurzen Moment den Ausblick über das Tal genießen, während wir im Kofferraum unser Sandwich zum Mittag aßen. Dann fing es wieder an zu Regnen und wir fuhren wieder zurück nach Oakhurst und machten es uns so gut es ging gemütlich.

Am nächsten Morgen hatte es wieder aufgehört und wir beschlossen noch einen Versuch zu wagen, dieses mal schafften wir es sogar bis in das Yosemite Valley. Dort hat man (wenn es nicht gerade neblig ist) eine fantastische Aussicht (Tunnel View), die ich sogar vom Standardhintergrundbild meines Macs kenne. El Capitan heißt der Berg auf der linken Seite, Half Dome der in der Mitte und der Bridalveil Wasserfall ist im Hintergrund zu sehen, alles ist wunderbar grün und die Felsen haben zur Abwechslung auch mal grau als Farbe. Wir beobachten die Nebelschwaden, die über das Tal ziehen und hoffen, dass es morgen wieder aufklart. Wir drehen noch eine kleine Runde im Tal und finden ein paar Spots, die wir definitiv noch einmal bei besserem Wetter besuchen wollen.

Dann fängt es wieder an zu regnen und es wir auch bis morgen früh nicht mehr aufhören. Wir fahren durch den Regen wieder zurück, fotografieren noch ein paar sehr zutrauliche Rehe und dann verbringen wir den restlichen Tag mehr oder weniger bei Starbucks. Hier gibt es Strom, WLAN und Kaffee und wir können die Zeit nutzen, um die Bilder vom Antelope Canyon zu bearbeiten, das waren so viele und wir hatten bisher leider keine Zeit dafür, sie anzuschauen und zusammenzufügen, denn da wir viele Belichtungsreihen machten mussten dauert das so seine Zeit.

Tag drei am Yosemite Nationalpark brachte dann zum Glück endlich besseres Wetter. Auch wenn wir schon wieder weiter wollen in Richtung San Francisco, fahren wir noch einmal in den Nationalpark hinein. Dieses Mal haben wir auch eine fantastische Sicht am Tunnel View. Der Himmel ist blau und leichter Nebel umspielt die zum Teil schneebedeckten Berggipfel. Das gesamte Tal sieht völlig anders aus, da man jetzt auch die Berge am anderen Ende erkennen kann und die Farben des Gesteins kommen in der Sonne noch viel besser rüber.

Wir bleiben wieder eine Weile und beobachten, wie die Wolken langsam dahinziehen bevor wir weiter zum Wasserfall fahren. Hier waren wir ein wenig enttäuscht, denn trotz seiner 180m Höhe sieht er von Weitem wesentlich beeindruckender aus, als wenn man direkt davor steht. Vor allem die Gischt nimmt einen weite Teile der Sicht und es gibt keinen guten Platz von dem man aus den Wasserfall gut aus der Nähe fotografieren kann, ohne danach frisch geduscht zu sein. Der Regen der letzten Tage hat dafür gesorgt, dass noch mehr Wasser herunterstürzt.

Von der nächsten Stelle an der wir anhalten haben wir einen tollen Rundblick über die Schlucht und von dort haben wir alles, was man sich für den Yosemite Nationalpark vorstellt. Bäume, Felsen, einen Fluss, den tosenden Wasserfall im Hintergrund und das ganze bei bestem Wetter. Ein paar Kilometer weiter wartet schon der nächste Wasserfall auf uns. Seine Oberkante liegt in den tiefhängenden Wolken und so wirkt er gleich noch größer, wenn man nicht genau erkennen kann, wo er eigentlich anfängt.

Wegen der gesperrten Straßen im Yosemite Park kommen wir hier dann leider nicht weiter und wir treten unsere Fahrt nach San Francisco an. Diese Route führt uns auf der anderen Seite des Tals entlang und wir  bekommen noch einmal eine tolle Aussicht geboten und einen weiteren Wasserfall, dieses mal direkt an der Straße.

Wir fahren eine gefühlte Ewigkeit durch vom Feuer verkohlte Wälder, vorbei an vielen kleinen Seen und den Plantagen für die Kalifornischen Orangen bis wir irgendwann die 11km lange San Mateo - Hayward Bridge überqueren und in San Carlos ankommen. Ein kleiner Ort im Silicon Valley, etwa 20km südlich von San Francisco, wo unser Motel für diese Nacht liegt.